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Kassel & Wilhelmsthal, HESSEN: Schlacht Bey Wilhelmsthal den 24. Junius 1762.

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Description

Großer Schlachtenplan der Schlacht bei Schloss Wilhelmstal in Hessen am 24. Juni 1762 im Zuge des Siebenjährigen Krieges (1756–1763) zwischen Frankreich und Großbritannien/ Kurhannover. Das kartographierte Gebiet reicht im Norden bis Hamberg, im Osten bis an den Flusslauf der Weser von Bad Karlshafen im Norden bis Münden im Süden, wo die Weser in die Fulda übergeht, im Süden entlang der Fulda bis Kassel und im Westen von Zirenberg im Süden bis Marburg und Desenberg im Norden. In der linken unteren Ecke befindet sich eine Kompassrose, der Maßstab am rechten Blattrand. Unter letzterem befindet sich weiterhin eine aufschlüsselnde Legende zu den verschiedenen Kampfparteien und ihren Truppen. Darunter ist die Titelkartusche platziert, die dekorativ als verwitterter, von Pflanzen überwucherter Gedenkstein gestaltet ist. Das kartographierte Gelände ist sehr differenziert wiedergegeben, von kleineren Siedlungen und größeren befestigten Städten, über Erhebungen und Wälder bis zu größeren und kleinen Alleen und Landstraßen ist das Gelände genauestens erfasst. Weiterhin sind die Heere der gegnerischen Parteien und deren Kampfaufstellungen eingezeichnet, wobei sich die meisten Truppen um das Gebiet bei Wilhlemsthal im Südwesten der Karte konzentrieren.

Die Schlacht bei Wilhelmsthal am 24. Juni 1762 war Teil des westlichen Kriegsschauplatzes im Siebenjährigen Krieg (1756–1763). Benannt ist die Schlacht nach dem Schloss Wilhelmsthal, das in dieser Gegend bei Kassel in der damaligen Landgrafschaft Hessen-Kassel liegt. Im Zuge des Siebenjährigen Krieges kämpften Preußen und Großbritannien/Kurhannover auf der einen und die kaiserlich österreichische Habsburgermonarchie, Frankreich und Russland sowie das Heilige Römische Reich auf der anderen Seite gegeneinander um die Vorherrschaft in Mitteleuropa und die Einflussnahme auf die transatlantischen Seewege. Schon früh im Krieg waren die Franzosen in das Großgebiet des Reiches bis nach Hessen-Kassel vorgedrungen. Aber alle Versuche, die Stellung auszubauen, konnten von den Alliierten vereitelt werden. Im Jahr 1761 konnte die französische Armee in der Schlacht bei Vellinghausen schließlich schwer geschlagen, aber nicht vollständig vertrieben werden. Dies gelang erst nach der Schlacht bei Wilhelmstal. Nach dieser zogen sich die Franzosen nach Kassel zurück und wurden hier von den Alliierten belagert. Nach der Einnahme der Stadt mussten sich die Franzosen aus dem Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg zurückziehen.

Die vorliegende Karte erschien als Beilage (Atlas) zur 6. Textband der Geschichte des siebenjährigen Krieges in Deutschland zwischen dem Könige von Preußen und der Kaiserin Königin mit ihren Alliirten von Henry Lloyd bei Johann Friedrich Gottlieb Unger (1753-1804) in Berlin und wurde von Peter Haas (1754-nach 1804) gestochen. Unger war seit 1788 Akademischer Buchhändler und dadurch Verleger sämtlicher Schriften der Akademie der Wissenschaften sowie ab 1790 auch Mitglied der Akademie der Künste. Diese Ernennungen vergegenwärtigen den wissenschaftlichen und künstlerischen Anspruch Ungers und der bei ihm verlegten Karten, wie ihn auch die hier vorliegende Karte zur Schlacht bei Wilhelmsthal verdeutlicht.

Der Atlas Geschichte des siebenjährigen Krieges in Deutschland zwischen dem Könige von Preußen und der Kaiserin Königin mit ihren Alliirten ist sehr selten und ist nur in zwei Bibliotheken nachweisbar.

 

Literatur: Catalog über die im Königlich Bayer’schen Haupt Conservatorium der …, Bd. 2, München 1832, S. 601. O. Andrup: Haas, Peter, in: Thieme/ Becker (Hg.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler Bd. 15, Leipzig 1992, S. 391 f. Warfare and the Age of Printing (4 vols.): Louis Sloos, Catalogue of Early Printed Books, 2008, 12301.

 

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